Wir haben so einige Probleme, eine vernünftige Internetbandbreite zu erwischen, aber zu Gast im schönen Garten des Hotels Abbasi klappt es nun:

09.05.2013, ca 6.500 km auf dem Tacho

Wir kämpfen uns durch den Verkehr von Täbriz nach Osten und haben heute 600 km Wegstrecke vor uns, denn wir wollen es bis Hamedan im westlichen Bergland des Iran schaffen. Ich bin recht froh, wieder auf dem Motorrad zu sitzen, denn die Aufmerksamkeit, die uns zuteil wurde war ungewohnt und auf Dauer ziemlich anstrengend. Thomas ist um einiges geduldiger, die immer gleichen Fragen der interessierten Iraner zu beantworten!

Hamedan ist ein hübsches Städtchen, doch wir sind so neugierig auf Isfahan, dass wir am nächsten Tag wieder auf den Mopeds sitzen. 500 km durchs iranische Hochland, wir nutzen einen Teil des "Persian Gulf Highway" (der aber gar kein Highway ist). Die Stecke führt über unwirklich wirkende Pässe und stürmische Hochplateaus. Das Wetter ist heute so wechselhaft, dass wir abwechselnd vom Sturm in unbequeme Seitenlage verbracht über die 2.000 m hoch liegende Ebene fliegen, um in den nächsten Minuten einen kräftigen Schauer aus triefenden schwarzen Wolken abzubekommen. Dazwischen immer wieder Sonnenspots, die die Landschaft dramatisch erleuchten.

Kommentare   

+1 #1 Cisco 2013-05-19 16:59
Hey, jetzt wirds ja endlich so richtig orientalisch.

Als ich seinerzeit den Medicus las, kannte ich den Namen Isfahan und wollte auch immer schon mal hin.

Vielleicht finde ich ja noch einen Trick, wie ich das in maximal 6 Wochen Urlaub mal hinkriege.

So ein Jahrestrip wie den Euren kann ich leider nicht machen, würde ich aber sehr, sehr, sehr gerne. Mit Bewunderung lese ich Eure gekonnte Darstellung von Faszinationen, Troubleshooting s und Begegnungen, für die Ihr Euch offensichtlich genug Zeit lasst.

Wie schön!

Weiterhin gute Reise!!!!

Gruß vom Bodensee
Cisco
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