Und was kommt jetzt?

Die Grenzabfertigung in Tanger verläuft problemlos, im Gegensatz zur Einreise, wo ja auffiel, dass bei unserer letzten Ausreise vor sieben Jahren ein Moped nicht richtig im Pass ausgetragen wurde. Mindestens drei Personen des Zolls fragen uns nun freundlich, wo wir in Marokko überall herumgereist sind - und wir verschweigen bei jeder Nachfrage, dass wir auch im Rif-Gebirge unterwegs waren.

Das Rif ist nach wie vor für seinen florierenden Marihuana-Anbau und Drogenvertrieb aller Art bekannt, auch wir wurden dort, und nur dort, oft auf unser Kaufinteresse hin angetestet: "Chocolat Maroccaine?", "Kiffkiff?". Scheinbar kaufen einige Leute, deswegen die Kontrollen, aber wir haben keine Lust, dass bei einer Kontrolle unser ganzes Gepäck stundenlang auf links gezogen wird! Außerdem fällt mir ein, dass die Waschpulvertüte im rechten Koffer das Zeitliche gesegnet hat und das weiße Pulver nun überall verteilt ist; auch blöd in so einer Situation, das könnte bei Nachfragen wieder sehr zeitaufwändig werden ... Daher lassen wir die Erwähnung der letzen Etappe mal besser weg. Nach einem Blick in einen von Thomas´ Koffer, wobei gerade mal pflichterfüllend ein Kleidungsstück angehoben wird, dürfen wir nach freundlichem Geplänkel (sie sind erst erstaunt und dann begeistert, dass wir als Familie unterwegs sind) in den Fährbereich.

Anderen geht es schlechter - einige bis unters Dach vollbepackte Transporter werden von Hunden abgeschnüffelt und von den Zöllnern gefilzt. Auch, um illegalen Menschenschmuggel zu verhindern.

Tanger, Hafen


"OilLibya"-Hafenkater

 

Zurück geht es in Spanien bei schönstem Wetter zu Frank und Natalie in die Berge hinter Malaga, wo wir unseren Transporter geparkt haben. An dieser Stelle ganz lieben Dank an die beiden für die großzügige und freundschaftliche Aufnahme!

 



 

Tja, und nun sind wir wieder daheim und können ein Fazit ziehen... Wir können es kaum erwarten, die nächste Reise anzutreten! Das wird dann unsere Seidenstraßen-Tour werden, irgendwann im Winter 2012/13. Unsere Tochter wird uns dabei nicht begleiten - so gut sie alles gemeistert hat und so gern sie auch herumreist, so ist doch das "Ankommen" und "Unterkommen" für sie von höchster Priorität und das "Hinkommen" meist ein mehr oder weniger großes Übel, das man am besten so schnell wie möglich hinter sich bringt. Aber es war den Versuch zu Dritt wert, an jedem Tag dieser schönen Reise und für sie ist es eine einmalige Erfahrung im Leben gewesen!