Iran - Entdecken auf "beiden Seiten"

Wir haben so einige Probleme, eine vernünftige Internetbandbreite zu erwischen, aber zu Gast im schönen Garten des Hotels Abbasi klappt es nun:

09.05.2013, ca 6.500 km auf dem Tacho

Wir kämpfen uns durch den Verkehr von Täbriz nach Osten und haben heute 600 km Wegstrecke vor uns, denn wir wollen es bis Hamedan im westlichen Bergland des Iran schaffen. Ich bin recht froh, wieder auf dem Motorrad zu sitzen, denn die Aufmerksamkeit, die uns zuteil wurde war ungewohnt und auf Dauer ziemlich anstrengend. Thomas ist um einiges geduldiger, die immer gleichen Fragen der interessierten Iraner zu beantworten!

Hamedan ist ein hübsches Städtchen, doch wir sind so neugierig auf Isfahan, dass wir am nächsten Tag wieder auf den Mopeds sitzen. 500 km durchs iranische Hochland, wir nutzen einen Teil des "Persian Gulf Highway" (der aber gar kein Highway ist). Die Stecke führt über unwirklich wirkende Pässe und stürmische Hochplateaus. Das Wetter ist heute so wechselhaft, dass wir abwechselnd vom Sturm in unbequeme Seitenlage verbracht über die 2.000 m hoch liegende Ebene fliegen, um in den nächsten Minuten einen kräftigen Schauer aus triefenden schwarzen Wolken abzubekommen. Dazwischen immer wieder Sonnenspots, die die Landschaft dramatisch erleuchten.

Assimilation ins Iran-Kollektiv. Erster Stop an iranischer Gaststätte.Unsere hilfsbereiten Studenten mit uns in der örtlichen Moschee von Khoy.Kartenarbeit in der Studentenwohnung von Arash, Hamid und Sina.Typische Auslage im Basar von Tabriz (Täbriz). Die Ishahaner meinen allerdings, dass die tabrizer Teppiche nur Plunder seien.Zuckerstand im Basar.Gewürzauslage im Basar.Immer wieder werden wir in Diskussionen verwickelt. Woher, wie lang, warum und vor allem: wie gefällt uns der Iran? Alle anderen Fragen und Meinungen bringen wir später mal. Wir wollen ja die bevorstehende Wahl nicht beeinflussen ;-)Wasserpalast im El Goli Park in Tabriz.Kaum sitzen wir im Park, werden wir schon bestürmt. Hier eine Mädchenklasse, die Susanne gar nicht mehr ziehen lassen wollte.Unterschiedliche Interpretationen der Kleiderordnung.Raststätte auf dem Weg nach Hamedan.Teestunde bei Polizeikontrolle. Zucker steuerte ein LKW-Fahrer bei.Eingang zum Basar in Isfahan.Zwergenparade: wahrscheinlich Erstklässler beim Schulausflug in Isfahan.Musikzimmer im Palast Ali Qapu, Isfahan.Geniale Akkustik in der Masjed-e-Shah, der Moschee des Schahs, heute Moschee des Imams genannt. Hier sind 500.000 kunstvolle Fliesen verbaut.Ruhepause - iranian style.Südlicher Iwan der Freitagsmoschee in Isfahan.Gebetssteine, um die Stirn abzulegen.Platz Meydan-e Imam, Isfahan. Im Hintergrund die Masdjed-e-Shah Moschee.Nette Isfahani.Kuppel der Lotfollah-Moschee, früher den Frauen vorbehalten.Masdjed-e-Imam.


AdmirorGallery 5.2.0, author/s Vasiljevski & Kekeljevic.

Kommentare   

+1 #1 Cisco 2013-05-19 16:59
Hey, jetzt wirds ja endlich so richtig orientalisch.

Als ich seinerzeit den Medicus las, kannte ich den Namen Isfahan und wollte auch immer schon mal hin.

Vielleicht finde ich ja noch einen Trick, wie ich das in maximal 6 Wochen Urlaub mal hinkriege.

So ein Jahrestrip wie den Euren kann ich leider nicht machen, würde ich aber sehr, sehr, sehr gerne. Mit Bewunderung lese ich Eure gekonnte Darstellung von Faszinationen, Troubleshooting s und Begegnungen, für die Ihr Euch offensichtlich genug Zeit lasst.

Wie schön!

Weiterhin gute Reise!!!!

Gruß vom Bodensee
Cisco

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